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Unterwegs in Sachen Aufklarung

Autor: LenaKlaas | Datum: 03 August 2013, 10:47 | 0 Kommentare

Ich war noch nicht allzu lange in Polimo, da kündigte sich Besuch vom P3W aus Jayapura an. Eine Freundin zusammen mit einem Herren, der einen Film über die Arbeiten des P3Ws erstellt, sollten vorbeikommen. Eine sehr coole Chance für mich. Gemeinsam sind wir in ein kleines Dorf gelaufen und durch unserer beider Fragen habe ich nochmal so einiges über die Kultur erfahren können.

Gleichzeitig wurde ich gefragt, ob ich sie nicht begleiten wolle zu einer HIV/AIDS-Aufklärung in einer etwas weiter entfernten Gegend. Da ich in Sorong ja auch hierzu gearbeitet habe, war ich sehr begeistert von dem Vorschlag, packte schnell meine sieben Sachen und los ging’s. Eine Übernachtung in Wamena stand an, um morgens früh mit dem Jeep loszudüsen.

Ganz fleißig standen die SchülerInnen vom Wohnheim in Wamena schon morgens ganz früh auf, um für die Veranstaltung zu kochen. Mit Essen und Menschen voll beladen ging es dann über Teils sehr holprige Straßen 3h bis zum Ziel. Allein die Fahrt war schon atemberaubend, bot sich mir doch eine unglaublich schöne Berglandschaft! In Abenaho dann angekommen, stellten sich dann einige organisatorische Schwierigkeiten heraus, so dass wir spontan im alten Missionarshaus übernachteten. Schon vorgewarnt, hatte ich Gottseidank meine Zahnbürste und Schlafsachen dabei. Allerdings machte die Kälte uns allen sehr zu schaffen. Deswegen haben wir dann Nachts schnell das Schlaflager ins Wohnzimmer mit Kamin verlegt ;) Die ungeplante Übernachtung bescherrte mir allerdings nochmal die Möglichkeit mich bei Feuer und frischgebackener Süßkartoffel mit den Dorfältesten zu unterhalten und vor allem einiges zur Missionarsgeschichte dazuzulernen.

Am nächsten Morgen waren wir dann in der Schule. Für mich war es sehr spannend zu sehen, wie andere Aufklärungen aussehen und die Unterschiede und Gemeinsamkeiten festzustellen. Ganz besonders gut fand ich, dass es anschließend auf freiwilliger Basis die Möglichkeit gab sich auf HIV/AiDS zu testen. Für die BewohnerInnen des Dorfes ist das nämlich nicht so einfach, da es mit viel Zeit und Kosten verbunden ist in die Stadt zu fahren, um sich testen lassen zu können. Ich selber habe auch mit den Kindern gearbeitet, fand es allerdings relativ schwer, da ich das Gefühl hatte in einem bestehenden System zu sein und konnte meine Rolle nicht richtig gut einschätzen.

Ich persönlich habe darauf die Erkenntnis geschlossen, dass Leute von Außerhalb („Ausländer“) zunächst einmal sich örtlich Programme angucken sollten und wirklich nur als stumme BeobachterInnen anwesend sind, um zu lernen, auf welche Art und Weise vor Ort gearbeitet wird und wie man die Leute am besten „anpackt“. Erst dann sollten sie mit den Erfahrungen eigene Projekte und Programme durchführen.

Anschließend ging es dann zu Bob Marley zurück nach Wamena und ich alleine weiter nach Polimo.

Fazit des Tages: Nicht immer heißt es „Learning by Doing“

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