VEM-Freiwillige   2017/2018   2016   2015   2014   2013   2012   2011   2010   2009 

Alena | Anne | Annika | Augustin | Freddy | Janina | Lars | Lena K | Lena S | Luise | Maike | Manuel | Maren | Mona | Nele | Sebastian | Viola | Wiebke | Yasha

Menu:

Archiv

Blog durchsuchen:

Über lange Hühner und grüne Mandarinen

Autor: LenaKlaas | Datum: 22 September 2012, 02:11 | Kommentare deaktiviert

Hier ein kleines Sammelsurium an Gedanken, die ich in der letzten Zeit so hatte und die ich lohnenswert fand auf zu schreiben:

Zur Überschrift. Die Hühner sehen hier wirklich anders aus. Sie sind viel länger, also höher, und längst nicht so dick, wie die Deutschen. Ob es nur daran liegt, dass die Hühner hier anders gefüttert werden als in Deutschland –mehr Essensreste und Körner- oder ob es sich hierbei auch um eine andere Rasse handelt, weiß ich nicht. Ich bilde mir aber ein, dass vieles damit zu tun hat, dass die Hühner hier nicht so fett gezüchtet werden. Mein Gastvater hat mir gerade erklärt, dass es hier aber auch die kurzen, dicken gibt. Die Langen sind die Dorfhühner.

Ja, die Mandarinen sind grün. Zumindest die, die ich bisher gegessen habe. Als ich die im Laden gekauft habe, dachte ich, ich würde ne neue exotische Frucht austesten… Der Geschmack ist aber etwas anders, leicht bitter. Und ich finde, dass die nicht so gut riechen, wie „unsere“.

Mit dem Umgang mit Müll tu ich mich aber immer noch schwer. Nicht nur, dass er einfach überallhin geworfen wird, sondern auch, dass er verbrannt wird (natürlich auch das Plastik), versteh ich einfach nicht. Was das ganze vielleicht ein bisschen erklärt ist, dass es wohl nur eine Recyclinganlage in ganz Indonesien gibt und zwar in Jakarta. Da wird dann der Müll hingeschifft. Mir gefällt das dezentralisierte System, wie wir es in Deutschland haben, da irgendwie besser.

Ein kurzer Gedanke zum Thema Armut. Ich glaube, dass wir Deutschen viel zu schnell Bilder aus Asien, die wir zum Beispiel im Internet sehen, mit Armut verbinden. Einiges hat vielleicht mit anderen Lebensweisen, Lebenseinstellungen und Maßstäben zu tun. Lasst mich ein Beispiel von mir anführen. Für mich sind Wellblechdächer ein Zeichen von Armut. Allerdings hab ich sowohl reichere als auch ärmere Familien gesehen, die Wellblechdächer hatten. Wenn ich also ein Bild sehe mit ganz vielen Wellblechdächern, muss es keinesfalls heißen, dass die Familien, die dort leben, tendenziell ärmer sind –so, wie ich früher gedacht habe. Mir sind viele Dinge in der letzten Zeit aufgefallen, die nicht in mein Bild passten, das ich von ärmer und reicher hatte. Unter anderem habe ich das Gefühl, dass es hier in Sorong nicht so viel krasse Armut gibt und bisher war ich schon in vielen Familien, die in der Mittelschicht –denke ich- angesiedelt sind. Ich denke, da gibt es noch vieles zu entdecken und es gilt noch mehr Bilder zu revidieren, zu verändern.

Zu meiner Wohnlage. Ich bin nun endlich in einer Familie untergekommen. Sie haben insgesamt drei Kinder, zwei studieren allerdings woanders. Wir verstehen uns sehr gut und die Mutter spricht sogar ein wenig Englisch! Dickes Plus :) Mit dabei ist auch noch Tante Min, die immer super leckeres Essen kocht und den Haushalt schmeißt.

Zu den Menschen. Ich fühle mich unter den Leuten hier sehr wohl. Ich komme schnell ins Gespräch mit Leuten, seien diese auch nur kurz wegen gewisser Sprachbarrieren :), und fühle mich aufgenommen. Natürlich merke ich immer wieder, dass ich jetzt in einer anderen Kultur lebe, die andere Regeln hat. Manche kann ich besser verstehen und akzeptieren als andere, manche finde ich sogar besser. Aber auch hier habe ich noch nicht den Durchblick. Allerdings  glaube ich, dass es trotz der unterschiedlichen Kulturen, immer eine gemeinsame Basis gibt. Auch hier treffe ich immer wieder auf Menschen, die mich an Freunde, Bekannte und Verwandte erinnern. Desweiteren bin ich der festen Überzeugung, dass Kommunikation ohne Gemeinsamkeiten nicht möglich ist!

Fazit des Tages: Bleib aufmerksam!

 

Zwei Geburtstage und ein Hochzeitsfall

Autor: LenaKlaas | Datum: 13 September 2012, 02:15 | Kommentare deaktiviert

Normal 0 21 false false false DE X-NONE X-NONE MicrosoftInternetExplorer4

Natürlich soll auch mein Geburtstag hier nicht gänzlich unerwähnt werden. Mein Tag fing schon mal super an, da ich von den Kung Fu Leuten via Telefon geeckt wurde und mir direkt ein Ständchen geträllert wurde J Ansonsten wussten gefühlt alle Bescheid (sogar die Hotellobby) und ich musste nicht, wie in Deutschland befürchtet, meinen Geburtstag allein in einem Kämmerchen verbringen.

Mittags wollten wir dann wie üblich gemeinsam Mittagessen. Aber vorher hieß es mal wieder warten. Hab erst nicht ganz gecheckt warum, aber als ich dann in den Essensraum kam, stand dort ein wunderschöner Kuchen mit fett „Happy Birthday Lena Klaas“ drauf. Daraufhin wurden einige Reden gehalten, auch ich bekam die Ehre, allerdings, Dank Jeane, auf Englisch und ein Gebet besprochen. Kerzen auspusten und singen natürlich all inclusiv sogar auf 3 oder 4 Sprachen. Danach gab es dann lecker Essen. Nur der Kuchen wurde nicht angeschnitten, das hat mich ein wenig verwirrt. Der wurde wieder schön eingepackt und mir mitgegeben. Jedoch direkt nach dem Mittagessen haben Jeane und ich ihn dann doch angeschnitten.

Abends wurde ich dann dazu eigeladen mit auf die Hochzeit von Bapak Ketua Mofus (Superintendent) Nichte zu gehen. Ich fand, dass der Ablauf sehr viele Ähnlichkeiten hatte, mit den deutschen Hochzeiten, die ich kenne. Allerdings war der Kitschfaktor eindeutig größer. Die ganze Halle war sehr bunt und grell geschmückt. Vorne saß das Braut paar mit viel Farbe und glitzer darum herum  und alle Stühle (Plastikstühle J) waren nach vorne ausgerichtet. Ach ja, Tische gab es nicht. Die Braut hatte natürlich auch ein weißes Kleid mit „Diamanten“ und langer Schleppe. Super unpraktisch, also, wenn ich mal heiraten sollte, niemals mit Schleppe!!!

Nach einem „Einmarsch“ wurden dann einige Reden geschwungen, der riesige, weiße mit Babybrautpaar Kuchen angeschnitten und danach vom Büfett gegessen. Auf Sorong Art: Teller nehmen, Essen drauf, irgendwohin setzen, Löffel in die Rechte, Teller auf die Linke und Essen  (wahrscheinlich auch in ganz Indo weitverbreitet). Das komische für mich aber war, dass danach Schluss war. Niemand hat getanzt. Man hat noch nen paar Fotos gemacht und ist dann gefahren.

Anschließend sind Jeane, ne Freundin und ich noch weitergefahren in ein Restaurant, um dort mein und Jongkys (Mann von Jeane) Geburtstag ausklingen zu lassen bei einem leckeren Saft J Karaoke gab es natürlich auch, wie in vielen Restaurants hier. Finde ich auch ein wenig komisch. Manchmal auch etwas nervig. Verstehe eh noch nicht so viel und wenn es dann noch laut ist, ist es noch schwieriger.

Das waren also meine zwei Geburtstage und ein Hochzeitsfall.

Fazit des Tages: Auch mit nem leckeren Saft kann man auf seinen Geburtstag anstoßen.

 

P.S. Singapur

Autor: LenaKlaas | Datum: 09 September 2012, 11:45 | Kommentare deaktiviert

Für mehr Bilder von Singapur empfehle ich Neles Seite :)

 

Mjam mjam mjam

Autor: LenaKlaas | Datum: 09 September 2012, 11:37 | Kommentare deaktiviert

Hier mal ein leckeres Rezept vom indonesischen Gericht Gado-Gado:

90 g Weißkohl
90 g Bohnen (Stangenbohnen)
90 g Karotte(n)
90 g Blumenkohl oder Brokkoli
120 g Sojasprossen
¼  Gurke(n)
Kartoffel(n)
  Salz
  Gemüsebrühe
4 EL Erdnussbutter
2 Zehe/n Knoblauch, gepresst
Schalotte(n), feingehackt
½ TL Koriander, gemahlen
  Gewürze (Kecap manis), die Sosse darf nicht dunkelbraun werden!
1 Tasse/n Wasser
30 g Kokoscreme
½ TL Palmzucker
  Salz
1 TL Sambal Oelek
½  Zitrone(n)
Ei(er), gekocht
  Zwiebel(n) (Röstzwiebeln)
  Chips (Krupuk)

Zubereitung

Gemüse: 4 Minuten in kochendem Wasser oder besser in der Gemüsebrühe blanchieren. Das Wasser danach abgiessen und das Gemüse danach in eine Schale tun.

Sosse: Die Gewürze in der Erdnussbutter kurz anbraten, danach die übrigen Zutaten hinzufügen und umrühren. Kurz aufkochen lassen, warmstellen.

Gado-Gado mit Reis und der Sosse servieren.

Mit selbst frittierten Krupuk, Röstzwiebeln und den Eiern garnieren!
Wirklich sehr lecker! (aus www.chefkoch.de)
Fazit des Tages:  Kultur geht durch den Magen :)
 

 

 

Erste Eindrücke

Autor: LenaKlaas | Datum: 08 September 2012, 14:55 | Kommentare deaktiviert

Normal 0 21 false false false DE X-NONE X-NONE MicrosoftInternetExplorer4

Nun bin ich schon fast eine Woche hier und habe noch nichts über die Stadt geschrieben. Das kann nicht sein! Hier ein kleines Sammelsurium einzelner Gedanken meinerseits über die Stadt:

·         Bunt.

Die Farbvielfalt ergibt sich vor allem dadurch, dass die Häuser schön angemalt sind. Es ist ein bisschen so, wie in Schweden nur das die Farben hier viel vielfältiger und knalliger sind. Außerdem stehen immer wieder kleine Lädchen am Straßenrand, die zum Teil auch bunt angemalt sind, aber vor allem durch die vielen bunten Gegenstände, die darin hängen, bunt wirken. Ach, und die gelben Taksis (nicht zu verwechseln mit Deutschen Taxen), die hier als wichtiges Transportmittel dienen.

·         Idyllisch.

Durch die direkte Nähe zum Meer, den Palmen und den Inseln wirkt es für mich vor allem bei Sonnenuntergang hier sehr idyllisch!

·         Nett.

Die Menschen sind sehr offen und versuchen trotz meines sehr schlechten Indonesisch mit mir zu kommunizieren. Teilweise sitzt man sich zwar dann ein paar Minuten gegenüber ohne was zu sagen oder aber versucht sich gegenseitig etwas erfolglos zu erklären, aber wenn etwas verstanden wird, dann freut man sich und scheut sich nicht es weiter zu versuchen. J Ein Glück sonst hätte ich hier bald keine GespärchspartnerInnen mehr.

Einen Absatz möchte ich dann auch noch Jeane meiner Mentorin widmen. Sie ist nämlich auch sehr geduldig mit mir und zwingt mich des Öfteren dazu Indonesisch mit anderen zu sprechen, wobei sie mir dann bei den Vokabeln, die mir fehlen hilft und mich korrigiert. Das fühlt sich zwar manchmal etwas unangenehm an, aber hilft ungemein beim Lernen!! Und sie ist meine wichtigste Übersetzerin in beide Richtungen. Momentan rede ich nämlich noch meistens Englisch und sie übersetzt es dann.

·         Gut riechend.

Hierfür muss ich ein wenig ausschweifen. In Little India gab es einige Gegenden, die für meine Nase echt nicht gut gerochen haben. Vor allem wenn man beim Fleischer vorbeikam. Natürlich gab es auch die sehr guten Gerüche. Alles in allem war es ein geruchsintensives Erlebnis J Als ich dann hier ankam war ich sehr freudig überrascht, dass es hier deutlich besser und nicht ganz so intensiv riecht J

·         Belebt.

Vor allem durch das Gewusel auf der Straße. Verursacht durch viele(!!!) Motorräder, Roller und Taksis und ein paar Autos.

·         Naturnah.

Überall findet man hier Bäume und andere Pflanzen. Es wirkt fast so, als wären die Häuser zwischen die Pflanzen gebaut worden.

·         Vermüllt.

Das ist leider ein negativer Aspekt, der mir sofort aufgefallen ist. Überall liegt Müll rum. Neben den eindeutigen schlechten Umweltaspekt, zerstört es auch das Bild. Aber irgendwie scheint es hierfür nicht die Sensibilität zu geben…

Meistens fahre ich aber immer noch von A nach B mit dem Auto und bekomme erst so langsam nen kleinen Überblick. Die ganzen kleineren Gässchen hab ich fast noch gar nicht gesehen.

Fazit des Tages: Es gibt noch viel zu sehen.

 

«zurück   1 2 3 4 5 6  vor»