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Mein Leben hier, illustriert

Autor: LenaKlaas | Datum: 30 Oktober 2012, 05:32 | Kommentare deaktiviert

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Hallöchen,

damit ihr mal einen genaueren Einblick in mein jetziges Leben kriegen könnt, besteht dieser Artikel mal hauptsächlich aus Bildern... Aber seht selbst:

 Die Straße vor "meinem" Haus

Vorm Haus

 Der Ausblick vom Dach

 Ausblick vom Dach nach links ;)

 Ausblick vom Dach nach rechts ;)

 Das Haus

Tadaaa das Haus

 Mein Zimmer

Mein Zimmer

 Mein Badezimmer ;) (dachte das könnte interessant sein, ist ja doch ein wenig anders)

Mein Bad

 Die Kirche

Die Kirche

Ich hoffe, ihr könnt euch jetzt nen etwas besseres Bild von allem machen. Es werden auch noch Bilder von meiner Familie und der Schule folgen, allerdings will ich das erst noch mit den betreffenden Personen abklären.

Als letztes kleines Update: Mir geht's gut. Ich versteh und kann auch immer mehr Indo sprechen. So gut, dass ich auch alleine auf die Leute losgelassen werde ;) Unterrichten macht mir weiterhin Spaß. Und es ist ganz cool irgendwas fixes zu haben, da um mich herum vieles spontan geschieht und nicht wirklich planbar. (Wie deutsch ich doch bin ;) muss immer alles planbar sein) Habe inzwischen auch ne kleine Kung Fu Gruppe hier aufgebaut, was mir und den Kiddies unheimlich Spaß macht.

Fazit des Tages: Bilder sagen manchmal mehr als tausend Worte.

 

1. Stunde Deutsch

Autor: LenaKlaas | Datum: 06 Oktober 2012, 10:06 | Kommentare deaktiviert

Gestern hatte ich das große Vergnügen alleine in der 12. Klasse zu unterrichten. Und ja richtig, es ist Deutsch :) Anders als erwartet, werde ich wohl in nächster Zeit in der Schule vor allem Deutsch unterrichten. Finde ich aber gar nicht so schlecht. Die erste Stunde war zwar noch ein wenig planlos, da ich eigentlich erst in der Klasse erfahren habe, dass ich unterrichten soll, aber die SchülerInnen sind wenigstens nicht weggerannt ;)

Ich glaube auch, dass sich mein Indonesisch durchs Unterrichten schneller verbessern wird. Ich habe nämlich zum Einen die Übung - Das Deutsch der SchülerInnen ist nicht so gut, dass ich nur auf Deutsch sprechen kann. Meist sage ich es erst auf Deutsch und dann stammele ich es in Indonesisch.- und zum Anderen ergeben sich durch das ganze Übersetzen auch für mich viele neue Vokabeln. Am Anfang habe ich nämlich viel Vokabeln gelernt, nur so langsam gehen mir die neuen Vokabeln aus…

Manchmal dauert es zwar ein wenig, bis die SchülerInnen und ich uns verstehen. Aber ich bin der Meinung, dass es vielleicht ganz gut ist, dass ich Indonesisch nicht perfekt beherrsche. So sehen die SchülerInnen, dass es in erster Linie nicht darum geht, einen perfekten Satz zu bilden, sondern darum, dass man sich verständigen kann. Nachher schreiten wir dann zur Perfektion :D Ich freu mich schon auf die nächsten Stunden!

Hier kurz noch ein Wissensblock zum Thema Schule:

Die Kinder gehen mit vier in den Kindergarten. Heutzutage gehen manche auch schon mit drei in die Playgroup. Mit sieben kommen sie dann in SD für sechs Jahre. Daraufhin folgen drei Jahre SMP und dann drei Jahre SMA. Ich bin in der SMA. Englisch wird ab dem Kindergarten unterrichtet. Aber dennoch ist das Niveau in „meiner“ SMA niedriger als in Deutschland. Ich kann also noch was beibringen ;) Deutsch wird allerdings erst ab der SMA unterrichtet und nicht jede Schule bietet Deutsch an. Es gibt auch Schulen mit Französisch oder sogar Mandarin. Das finde ich ja voll spannend!

Fazit des Tages: Man braucht keine perfekte Sprache, um sich zu verstehen.

 

Ihr habt die Uhren, wir die Zeit

Autor: LenaKlaas | Datum: 05 Oktober 2012, 10:14 | Kommentare deaktiviert

Vielleicht kennen einige diesen Spruch. Keine Ahnung, woher der kommt, aber ich finde ihn gerade sehr passend. Mit ihr sind „die Westler“ gemeint und ich meine der Spruch kommt von einer Afrikanerin, also ist klar, wer mit wir gemeint ist. Natürlich ist das jetzt ne krasse Verallgemeinerung, aber tendenziell finde ich es schon sehr zutreffend. Ich habe auch schon ein, zwei Leute getroffen, die Wert auf Pünktlichkeit legen, aber das ist hier eigentlich eher nicht so wichtig. Schon alleine aus praktischen Gründen. Jede Uhr zeigt eine andere Uhrzeit an. Und zwar handelt es sich nicht um 5min, sondern bestimmt 30-40min. Und keiner weiß was jetzt stimmt. Ich hab hier auch noch keine Funkuhr entdeckt, die diese Frage klären könnte. ;)

Tendenziell ist es aber auch gar nicht so wichtig. Man stresst sich nicht so. Wie oft ich schon duduk dulu (setzt dich erst mal) in den letzten Wochen gehört habe, kann ich gar nicht mehr zählen :D Auch wenn man spontan jemandem begegnet, wird erst mal ein Pläuschchen gehalten. Und die Türen stehen gefühlt immer offen. Ich finde diesen sozialen Faktor eigentlich ganz nett. Sprachlich ist das zwar gerade alles noch etwas schwierig, obwohl sich was tut ;) aber es ist vielleicht etwas, dass man in Deutschland mal ab und zu etwas mehr beherzigen könnte.

Fazit des Tages: Keep it slowly.

 

My big fat Batak Wedding

Autor: LenaKlaas | Datum: 28 September 2012, 14:45 | Kommentare deaktiviert

Actually not mine :) Vor einigen Tagen war ich auf einer Batak-Hochzeit.  ielleicht habt ihr schon das Foto im Album gesehen. Für die folgt jetzt hier die genauere Erklärung. Für die, dies nicht gesehen haben, schaut euch das Bild mal an.

Was bedeutet denn bitte Batak-Hochzeit?

Also, wie ihr vielleicht wisst, besteht Indonesien aus vielen verschiedenen Inseln. Dadurch gibt es praktisch ganz viele Kulturen. Laut „Kulturschock“ (Buch) sind es ca. 200 verschiedene Ethnien und Sprachen. Die Bataks kommen hauptsächlich aus dem Hochland Sumatras. Batak-Hochzeit bedeutet dementsprechend, dass es sich um eine Hochzeit handelt nach den Traditionen der Bataks.

Was war daran jetzt so besonders?

Was mir als erstes aufgefallen ist, dass die Kleidung ganz anders aussah als auf der ersten Hochzeit. Wegen der Lichtverhältnisse konnte ich jedoch leider kein gutes Foto machen. Dann war der Ablauf anders. Zu Beginn gab es eine Art Einmarsch. Die Gastgeber standen hierfür Spalier und tanzten zur traditionellen Musik. Der „Tanz“ wird allerdings eigentlich nur mit den Händen gemacht. Ich versuche es zu erklären :D Und zwar werden sie, wie zum Beten aneinander gelegt, jedoch so, das zwischen den Fingern Platz ist. Man kann also was herein stecken. Dann dreht man die Hände immer rauf und runter… -Ich hoffe man kann sich das jetzt irgendwie vorstellen ;)- Das soll bedeuten, dass man Geschenke empfangen kann und vielleicht auch will ;) Die Gäste, die durch dieses Spalier gehen hingegen machen eine Geste des Gebens. Einige Frauen –Ich meine, es waren nur Frauen, aber darauf würde ich nicht wetten.- Trugen Reissäcke auf ihren Köpfen, die dann nachher in einen großen Sack gekippt wurden. Jeane hat mir erklärt, dass zum Teil auch Geld mit reingesteckt wird. Danach der Teil, war dann wieder sehr ähnlich zu der ersten Hochzeit. Was vielleicht noch interessant ist, dass man am Eingang (sowohl bei der ersten als auch bei der zweiten Hochzeit) Geld in einem Briefumschlag abgegeben hat  und ein kleines Geschenk bekommen hat.

Fazit des Tages: Das Leben ist ein einziges nehmen und kriegen. :P

 

Ke Pasar

Autor: LenaKlaas | Datum: 26 September 2012, 14:37 | Kommentare deaktiviert

Passend zu meinem einmonatigen Jubiläum (ich bin jetzt genau ein Monat weg) bin ich mit einer Bekannten endlich auf den Markt gegangen. Das versuche ich schon seit ich hier in Sorong angekommen bin.

Hier meine Eindrücke: Man muss sich das ganz anders vorstellen als in Deutschland. Alles ist überdacht. Die Gänge zwischen den Ständen sind viel kleiner und man kann keinesfalls nur Essen kaufen. Gefühlt ist max. ein Viertel von den ganzen Ständen Essen. Und man kriegt wirklich alles von Hygieneartikeln über Handtaschen zu Schuhen bis hin zu Büchern. Es gibt sogar eine Schneiderecke. Hier konnte ich die ganzen Batikstoffe betrachten. Man muss dabei vielleicht wissen, dass jede Insel seinen eigenen Batikstyle hat. Obwohl ich ja nicht so der Fan von Batik bin, hab ich einige Stoffe gefunden, die ich ganz gut fand :)

Es war natürlich auch voll, allerdings glaube ich ist es Sonntagnachmittags in Münster auf dem Markt nicht leerer. Was ich immer noch komisch finde ist, dass alle Menschen mir sagen, dass ich hübsch bin und mich anfassen wollen, wahlweise ein Foto mit mir machen. Aufgrund der Nähe die auf dem Markt einfach herrscht, ist das nochmal nen Tacken komischer. Aber daran werde ich mich wohl gewöhnen müssen. Wie gut, dass ich kein Promi bin und mir das nicht überall passiert :)

Ach ja, was ich über Sorong noch erzählen wollte: Ich war schon in ganz vielen Häusern, die Stuck an den Decken hatten. Also finde ich auch hier ein bisschen Münster :)

Fazit des Tages: Es gibt doch nichts über einem Bummel über den Markt. Aber die Temperaturen in MS sind meistens angenehmer.

 

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