VEM-Freiwillige   2017/2018   2016   2015   2014   2013   2012   2011   2010   2009 

Alena | Anne | Annika | Augustin | Freddy | Janina | Lars | Lena K | Lena S | Luise | Maike | Manuel | Maren | Mona | Nele | Sebastian | Viola | Wiebke | Yasha

Menu:

Archiv

Blog durchsuchen:

Heute ist der letzte äh.. die letzte Woche

Autor: LenaKlaas | Datum: 01 Juni 2013, 06:43 | Kommentare deaktiviert

Jetzt ist es schon soweit, meine letzte Woche ist schon zur Hälfte rum. Was denn für ne letzte Woche? Meine letzte Unterrichtswoche. Ab Donnerstag sind hier nämlich die Prüfungen und dann findet nicht, wie in Deutschland, der Unterricht normal weiter statt, sondern eine Woche ist Prüfung. Dann gibt es 2 Tage lang Nachtests, für die, die es beim ersten Mal nicht gepackt haben und dann heißt es auch hier F-E-R-I-E-N. Da die meisten meiner SchülerInnen in der Zeit zurück in ihre Dörfer fahren, findet ab dann auch leider kein Nachmittagsunterricht mehr statt. Hach, obwohl es doch gerade so gut lief ;)

Habe deswegen in der letzten Woche nochmal einiges an deutschen Liedern unters gemeine SchülerInnenvolk gebracht und es durfte Pfannkuchen verspeist werden. Am Mittwoch lade ich meine Nachmittagstruppe dann nochmal ein, um ein kleines Deutsches Mittagsessen zu machen. Es wird Gemüsesuppe –also Hühnersuppe ohne Huhn-, Gulasch mit Kartoffeln und Vanillepudding geben. Wenn irgendwer noch gute Rezepttipps hat, immer her damit.

Fazit des Tages: Es ist schon sehr komisch einigen Leuten jetzt schon Tschüss zu sagen.

 

Die Meere sind nicht mehr sicher

Autor: LenaKlaas | Datum: 14 Mai 2013, 09:59 | Kommentare deaktiviert

Ich habe nun endlich meinen Tauchschein erhalten. Nachdem ich eigentlich schon alles bestanden hatte und mir die Lizenz schon vor der Nase baumelte, war ich etwas irritiert, warum ich sie nun auch nicht bekam.

Nach näherem Nachfragen kam dann raus, dass ich eine Übung noch nicht gut genug machen würde. Die Übung nennt sich Floating (oder so ähnlich…) und es geht dabei darum mit Hilfe der Atmung Unterwasser möglichst weit aufzusteigen und wieder runter zu sinken… Dachte ich!!! Da war wieder diese gemeine Sprachhürde. Genau Gegenteiliges ist nämlich der Fall. Man soll seine Atmung soweit kontrollieren, dass man im Wasser schwebt und möglichst wenig hoch und runter „fliegt“. Hatte ich mich doch schon gewundert, warum ich immer so kritisiert wurde, obwohl ich es doch am Besten von allen hingekriegt habe. Mit einem Atemzug schaff ich locker 2m ;)

Fazit des Tages: Manchmal ist es eben so, oder doch halt ganz anders!

 

Die Geschichte eines Namens

Autor: LenaKlaas | Datum: 23 April 2013, 12:13 | Kommentare deaktiviert

 

Aufgrund der Geschichte bedeutet der Name "Irian Jaya" für viele Papua Unterdrückung und wird deswegen nicht gerne verwendet. Nicht-Papua verwenden diesen Namen aber durchaus noch und auch in Sorong gibt es noch einige Geschäfte, die so heißen.

Freiheitsbewegung wählen allerdings am häufigsten den Namen Papua Barat (West Papua).

Fazit des Tages: Jeder Name hat seine Geschichte.

 

 

 

Home, sweet home

Autor: LenaKlaas | Datum: 23 April 2013, 05:59 | Kommentare deaktiviert

Ein kleiner Zeitsprung mal wieder, aber macht ja nichts :) Vielleicht habt ihr ja auch schon einiges über die Zwischenzeit von anderen –z.B. meine Eltern- erfahren… Wozu lädt man sich sonst Besuch ein :D Falls ich es nicht vergesse, kriegt ihr später auch noch einen kleinen Bericht über die unerwähnte Zwischenzeit, schließlich habe ich in der Zeit auch nicht nur Urlaub gemacht, vor allem in der HIV/AIDS-Arbeit hat sich einiges getan. Jetzt aber erst mal wieder zur aktuellen Lage.

Mit sehr gemischten Gefühlen bin ich in den Flieger zurück nach Sorong gestiegen. Auf der einen Seite musste ich eine sehr schöne Zeit hinter mir lassen und auf der anderen habe ich mich auch schon wieder auf meine Familie, meine Freunde und mein Zimmer gefreut. Der Flug war dann wie erwartet auch etwas anstrengend. Ich bin über Nacht geflogen (um 23.00 Uhr los, um 7.00 Uhr da- auch beeindruckend, dass man in einem einzigen Land so lange mit nem Flugzeug reisen kann…) und ich hab mal wieder gefroren trotz 2 Pullis, langer Hose und Schal. Außerdem ist man immer nur so 2h oder 2,5h in der Luft und in der Start- und Landezeit kann ich nicht schlafen, da gibt es zu viel zu gucken. Mein Highlight/Lichtblick ist dann immer der Flughafen in Makassar, da gibt es schnelles WiFi :)

Am Flughafen in Sorong wollte der Ojek-Fahrer auch noch den doppelten Preis haben… Haha, aber nicht mit mir ;) Bin ganz sportlich bis zur Straße gelaufen und habe nur die Hälfte bezahlt. Etwas übermüdet, aber mit einem Erfolgserlebnis bin ich bei uns zu Hause angekommen und wurde von vier neuen Familienmitgliedern begrüßt. Ja, ganze vier neue! Zum Einen wohnt jetzt mein Gastopa bei uns und zudem haben wir ab sofort 3 ganz kleine süße Welpen im Garten rumtoben.

Zwei von den Welpen waren zwar sehr schüchtern, aber Diego ist direkt auf mich zugestürmt. Wer Gringo kennt, kann sich Diego sehr gut vorstellen. Er sieht fast genauso aus, nur passt er in meine beiden Hände :) Eigentlich bin ich ja für Gleichberechtigung, aber leider hat Diego bei mir gewonnen… kann mir sogar die Namen der anderen nicht merken :D Hoffentlich können sie es verkraften... Woran ich mich eindeutig gewöhnen muss, ist, wie mit Tieren hier umgegangen wird. Die Hunde sind viel mehr Nutz- als Haustier -sie sollen später Einbrecher verscheuchen- und die „Erziehung“ wird zumindest bei mir zu Hause ein wenig gewaltvoller umgesetzt. Da fühl ich mich dann nicht so wohl und muss mich zusammen reißen nichts groß zu sagen. Vielleicht schaffe ich es ja noch in meiner Zeit den Hunden nen bisschen was beizubringen, aber auf meine Art.

Gestern habe ich dann erfahren, dass Tante Min die Familie verlässt, weil sie wieder zum Arbeiten auf eine Insel fährt. Sie hat hier in Sorong meiner Familie geholfen, aber, soweit ich weiß, kein Geld dafür bekommen und wollte jetzt mal wieder Geld verdienen. Dass sie uns verlässt, fand ich schon traurig, vor allem in der Anfangszeit hab ich viel von ihr gelernt. Sie war ja immer da und auch kulinarisch konnte sie mir einiges beibringen. Ich habe sie dann gestern Abend zum Mais-Essen an der Tembok Berlin eingeladen. Das Mais-Essen war nämlich eine der ersten gemeinsamen Aktionen, die wir unternommen haben. Hoffentlich sehe ich sie nochmal wieder bevor ich zurück nach Deutschland fliege…

In der Schule wurde ich wieder sehr freudig empfangen. In meiner Klasse saßen so viele SchülerInnen, wie schon lange nicht mehr und auch die LehrerInnen habe sich gefreut, dass ich wieder da bin. Diesmal hatte ich ja nicht vergessen ein Mitbringsel mitzubringen :D In der Pause haben wir dann das von einer Lehrerin gekochte Essen verspeist. Allerdings war das Essen nicht für mich, schön wär es gewesen ;), sondern das machen die wohl regelmäßig. EineR kocht, alle Essen gemeinsam. Finde ich sehr nett!

Nachher bei meinem Nachmittagsangebot waren auch erstaunlich viele Schülerinnen. Wir haben zusammen UNO gespielt und dabei die Farben gelernt. Und da meine EnglischschülerInnen mich gar nicht aus dem Unterricht lassen wollten, habe ich jetzt noch eine Englischnachmittagsstunde eröffnet. Ich bin schon freudig gespannt, wie das Angebot so angenommen wird.

Fazit des Tages: Hach ja, es läuft alles wieder sehr gut an und ich fühle mich wirklich sehr heimisch und freue mich schon auf die nächste Zeit. Auf das sie nicht zu schnell vorbei geht!

P.S. Mein momentanes Kälteempfinden macht mir echt Sorgen. In Malang hab ich bei 28°C mit Leggings, Rock und T-Shirt schon gefroren und noch ne Jacke übergezogen. Wie soll das nur in Deutschland werden? Komme zwar noch im Sommer wieder, aber man kennt ja den Sommer in Deutschland und bei eurem Winter erwarte ich nichts Großes. Hiermit rufe ich also zum allgemeinen Pullisammeln auf. Rotes Kreuz war gestern, alte Pullis zu mir! :D (…nicht;) )

 

Silvester, Bali und was sonst so geschah...

Autor: LenaKlaas | Datum: 26 Februar 2013, 06:23 | Kommentare deaktiviert

Hallöchen meine Lieben!

Es ist ja jetzt schon wieder eine Ewigkeit her, dass ich mich gemeldet habe, aber dafür ist mein 2.Rundbrief gerade fertig geworden und wird dann wohl in der nächsten Zeit verschickt.

Ich denke ich fange als erstes mal mit Silvester an. Der Silvesterabend wurde als erstes wieder mit einem Gottesdienst eingeläutet, der aber eigentlich nicht irgendwie besonders war, sondern einfach ein normaler Gottesdienst zu einer etwas anderen Uhrzeit :) Danach ging es dann erstmal wieder nach Hause und es wurde Bakso gegessen. (Bakso ist praktisch ne Suppe mit Fleischbällchen drin und Nudeln.. sehr lecker) Nachdem Kochmarathon zu Weihnachten, haben wir uns das zu Silvester dann gespart :)

Nach dem Essen hat sich dann wieder die Familie versammelt und es wurde praktisch das, was man am Weihnachtsabend über die anderen Familienmitglieder gesagt hat, wieder auf sich bezogen. Das heißt, man hat sich bei allen entschuldigt für die Fehler, die man im vergangenen Jahr gemacht hat und gesagt, dass man sich das gesagte zu Herzen nimmt und sich bessern will. Somit hat sich also der Kreis geschlossen.

Daraufhin stiegen alle ins Auto und einige Familienmitglieder wurden abgefahren, um schonmal ein schönes neues Jahr zu wünschen. Dann huschhusch schnell zurück zur Kirche. Wir kamen etwas verspätet an, die Andacht, die diesmal im freien stattfand, war schon fast vorbei. War aber auch nicht so schlimm, denn wir waren noch früh genug da, um um Punkt 12 das Spektakel zu beobachten. Denn jeder hatte seine Böller mit gebracht und weil es so viele waren, ging das ganze über eine Stunde. Dabei gab es eigentlich nur Raketen und kein Bodenfeuerwerk, wie wir das ja auch ganz oft in Deutschland hatten. Sehr witzig fand ich, dass sich alle, die keine Rakete starten ließen, sofort unters Kirchendach zurückzogen, sobald alles anfing. Ich hab dann auch relativ schnell verstanden wieso :D Trotz meiner 20 Jahren Silvester-Erfahrung, habe ich noch nie so viele Raketen gesehen, die nicht in die Luft gingen, sondern einfach schon am Boden explodierten, oder aber einfach parallel zum Boden davon gezischt sind. Da wurde der Silvesterabend zu einem sehr erheiternden Abenteuer und, ich hätte es nicht erwartet, es wurde auch niemand verletzt.

Ein paar Tage danach ging dann die Schule auch wieder los, für mich allerdings nur ca 2 Wochen, da es dann hieß: Auf nach Malang zum Zwischenseminar! Dazu werde ich jetzt nichts schreiben, weil ich darauf schon in meinem Rundbrief eingehe. Ach so, vor Malang habe ich noch an einem HIV/AIDS-Seminar in Raja Ampat teilgenommen, aber dazu auch mehr in meinem Rundbrief.

Nachdem Zwischenseminar ging es aber nicht sofort nach Hause... Nein, wir VEM-Freiwilligen haben noch einen kleinen Umweg über Bali gemacht und dort einen gemeinsammen Kurzurlaub verbracht.

Es war wirklich klasse. Wir haben uns einige Städte auf der Insel angeguckt und sind auch noch für 2 Nächte rüber zu den Gili-Islands gefahren. Die Insel (Gili und Bali) sind echt wunderschön. Aber vor allem Bali ist auch sehr unterschiedlich. Wir hatten echt alles : Amed, ein kleines idylisches verschlafenes Dorf, Ubud, mit viel schöner Kultur und netten Cafes und Kuta, der Ballermann Balis. In Kuta habe ich mich echt manchmal gefragt, ob ich noch in Indonesien bin.

Nicht nur, dass fast mehr Weiße als Indonesier auf den Straßen zu sehen waren, sondern es gab auch alles, was das Deutsche Herz so begehrt. Vor allem super viele Restaurants mit europäischem Essen. Ich fand es super mich einmal wieder durch Pizza, Spaghetti, Bratkartoffeln und Co durchzuessen, finde es aber irgendwie komisch, wenn man als "normaler" Urlauber hauptsächlich das heimische Essen isst. Wenn ich in Griechenland bin, suche ich doch auch kein Wiener Schnitzel.. Na ja. Gut für uns! Aber meine Eltern seien schonmal vorgewarnt, ich hab schon nen Plan gemacht, was alles an indonesischem Essen probiert werden muss ;)

Die Tage waren echt super, es war sehr nett einfach mal wieder Tourist zu sein und unsere Gruppe war auch sehr schön unkompliziert und wir hatten fast alle in etwa die gleichen Interessen, so dass alle glücklich wurden :)

Ja, und seitdem bin ich wieder in Sorong. Der Unterricht läuft inzwischen sogar noch ein wenig besser, ich hab das Gefühl, dass ich inzwischen wirklich nen Plan habe, was ich am besten mit welcher Klasse mache. Es gibt jetzt auch einmal die Woche Nachmittagsunterricht bei mir zu Hause, der ist zwar meistens nicht zu stark besucht, aber die, die kommen, sind immer sehr motiviert und ich glaube, dass sie davon auch noch viel mitnehmen können. Ich erzähle halt nen bisschen mehr einfach nur von Deutschland oder wir singen deutsche Lieder zusammen. Vielleicht gibt das ja auch nochmal nen Motivationsschub für den normalen Unterricht...

Und ich bin jetzt auch mit in die HIV/AIDS-Arbeit eingestiegen, aber dazu später mehr...

Fazit des Tages: Ich gehöre immer mehr dazu und das ist spitze :)

 

«zurück   1 2 3 4 5 6  vor»