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Die Geschichte eines Namens

Autor: LenaKlaas | Datum: 23 April 2013, 12:13 | Kommentare deaktiviert

 

Aufgrund der Geschichte bedeutet der Name "Irian Jaya" für viele Papua Unterdrückung und wird deswegen nicht gerne verwendet. Nicht-Papua verwenden diesen Namen aber durchaus noch und auch in Sorong gibt es noch einige Geschäfte, die so heißen.

Freiheitsbewegung wählen allerdings am häufigsten den Namen Papua Barat (West Papua).

Fazit des Tages: Jeder Name hat seine Geschichte.

 

 

 

Home, sweet home

Autor: LenaKlaas | Datum: 23 April 2013, 05:59 | Kommentare deaktiviert

Ein kleiner Zeitsprung mal wieder, aber macht ja nichts :) Vielleicht habt ihr ja auch schon einiges über die Zwischenzeit von anderen –z.B. meine Eltern- erfahren… Wozu lädt man sich sonst Besuch ein :D Falls ich es nicht vergesse, kriegt ihr später auch noch einen kleinen Bericht über die unerwähnte Zwischenzeit, schließlich habe ich in der Zeit auch nicht nur Urlaub gemacht, vor allem in der HIV/AIDS-Arbeit hat sich einiges getan. Jetzt aber erst mal wieder zur aktuellen Lage.

Mit sehr gemischten Gefühlen bin ich in den Flieger zurück nach Sorong gestiegen. Auf der einen Seite musste ich eine sehr schöne Zeit hinter mir lassen und auf der anderen habe ich mich auch schon wieder auf meine Familie, meine Freunde und mein Zimmer gefreut. Der Flug war dann wie erwartet auch etwas anstrengend. Ich bin über Nacht geflogen (um 23.00 Uhr los, um 7.00 Uhr da- auch beeindruckend, dass man in einem einzigen Land so lange mit nem Flugzeug reisen kann…) und ich hab mal wieder gefroren trotz 2 Pullis, langer Hose und Schal. Außerdem ist man immer nur so 2h oder 2,5h in der Luft und in der Start- und Landezeit kann ich nicht schlafen, da gibt es zu viel zu gucken. Mein Highlight/Lichtblick ist dann immer der Flughafen in Makassar, da gibt es schnelles WiFi :)

Am Flughafen in Sorong wollte der Ojek-Fahrer auch noch den doppelten Preis haben… Haha, aber nicht mit mir ;) Bin ganz sportlich bis zur Straße gelaufen und habe nur die Hälfte bezahlt. Etwas übermüdet, aber mit einem Erfolgserlebnis bin ich bei uns zu Hause angekommen und wurde von vier neuen Familienmitgliedern begrüßt. Ja, ganze vier neue! Zum Einen wohnt jetzt mein Gastopa bei uns und zudem haben wir ab sofort 3 ganz kleine süße Welpen im Garten rumtoben.

Zwei von den Welpen waren zwar sehr schüchtern, aber Diego ist direkt auf mich zugestürmt. Wer Gringo kennt, kann sich Diego sehr gut vorstellen. Er sieht fast genauso aus, nur passt er in meine beiden Hände :) Eigentlich bin ich ja für Gleichberechtigung, aber leider hat Diego bei mir gewonnen… kann mir sogar die Namen der anderen nicht merken :D Hoffentlich können sie es verkraften... Woran ich mich eindeutig gewöhnen muss, ist, wie mit Tieren hier umgegangen wird. Die Hunde sind viel mehr Nutz- als Haustier -sie sollen später Einbrecher verscheuchen- und die „Erziehung“ wird zumindest bei mir zu Hause ein wenig gewaltvoller umgesetzt. Da fühl ich mich dann nicht so wohl und muss mich zusammen reißen nichts groß zu sagen. Vielleicht schaffe ich es ja noch in meiner Zeit den Hunden nen bisschen was beizubringen, aber auf meine Art.

Gestern habe ich dann erfahren, dass Tante Min die Familie verlässt, weil sie wieder zum Arbeiten auf eine Insel fährt. Sie hat hier in Sorong meiner Familie geholfen, aber, soweit ich weiß, kein Geld dafür bekommen und wollte jetzt mal wieder Geld verdienen. Dass sie uns verlässt, fand ich schon traurig, vor allem in der Anfangszeit hab ich viel von ihr gelernt. Sie war ja immer da und auch kulinarisch konnte sie mir einiges beibringen. Ich habe sie dann gestern Abend zum Mais-Essen an der Tembok Berlin eingeladen. Das Mais-Essen war nämlich eine der ersten gemeinsamen Aktionen, die wir unternommen haben. Hoffentlich sehe ich sie nochmal wieder bevor ich zurück nach Deutschland fliege…

In der Schule wurde ich wieder sehr freudig empfangen. In meiner Klasse saßen so viele SchülerInnen, wie schon lange nicht mehr und auch die LehrerInnen habe sich gefreut, dass ich wieder da bin. Diesmal hatte ich ja nicht vergessen ein Mitbringsel mitzubringen :D In der Pause haben wir dann das von einer Lehrerin gekochte Essen verspeist. Allerdings war das Essen nicht für mich, schön wär es gewesen ;), sondern das machen die wohl regelmäßig. EineR kocht, alle Essen gemeinsam. Finde ich sehr nett!

Nachher bei meinem Nachmittagsangebot waren auch erstaunlich viele Schülerinnen. Wir haben zusammen UNO gespielt und dabei die Farben gelernt. Und da meine EnglischschülerInnen mich gar nicht aus dem Unterricht lassen wollten, habe ich jetzt noch eine Englischnachmittagsstunde eröffnet. Ich bin schon freudig gespannt, wie das Angebot so angenommen wird.

Fazit des Tages: Hach ja, es läuft alles wieder sehr gut an und ich fühle mich wirklich sehr heimisch und freue mich schon auf die nächste Zeit. Auf das sie nicht zu schnell vorbei geht!

P.S. Mein momentanes Kälteempfinden macht mir echt Sorgen. In Malang hab ich bei 28°C mit Leggings, Rock und T-Shirt schon gefroren und noch ne Jacke übergezogen. Wie soll das nur in Deutschland werden? Komme zwar noch im Sommer wieder, aber man kennt ja den Sommer in Deutschland und bei eurem Winter erwarte ich nichts Großes. Hiermit rufe ich also zum allgemeinen Pullisammeln auf. Rotes Kreuz war gestern, alte Pullis zu mir! :D (…nicht;) )