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My big fat Batak Wedding

Autor: LenaKlaas | Datum: 28 September 2012, 14:45 | Kommentare deaktiviert

Actually not mine :) Vor einigen Tagen war ich auf einer Batak-Hochzeit.  ielleicht habt ihr schon das Foto im Album gesehen. Für die folgt jetzt hier die genauere Erklärung. Für die, dies nicht gesehen haben, schaut euch das Bild mal an.

Was bedeutet denn bitte Batak-Hochzeit?

Also, wie ihr vielleicht wisst, besteht Indonesien aus vielen verschiedenen Inseln. Dadurch gibt es praktisch ganz viele Kulturen. Laut „Kulturschock“ (Buch) sind es ca. 200 verschiedene Ethnien und Sprachen. Die Bataks kommen hauptsächlich aus dem Hochland Sumatras. Batak-Hochzeit bedeutet dementsprechend, dass es sich um eine Hochzeit handelt nach den Traditionen der Bataks.

Was war daran jetzt so besonders?

Was mir als erstes aufgefallen ist, dass die Kleidung ganz anders aussah als auf der ersten Hochzeit. Wegen der Lichtverhältnisse konnte ich jedoch leider kein gutes Foto machen. Dann war der Ablauf anders. Zu Beginn gab es eine Art Einmarsch. Die Gastgeber standen hierfür Spalier und tanzten zur traditionellen Musik. Der „Tanz“ wird allerdings eigentlich nur mit den Händen gemacht. Ich versuche es zu erklären :D Und zwar werden sie, wie zum Beten aneinander gelegt, jedoch so, das zwischen den Fingern Platz ist. Man kann also was herein stecken. Dann dreht man die Hände immer rauf und runter… -Ich hoffe man kann sich das jetzt irgendwie vorstellen ;)- Das soll bedeuten, dass man Geschenke empfangen kann und vielleicht auch will ;) Die Gäste, die durch dieses Spalier gehen hingegen machen eine Geste des Gebens. Einige Frauen –Ich meine, es waren nur Frauen, aber darauf würde ich nicht wetten.- Trugen Reissäcke auf ihren Köpfen, die dann nachher in einen großen Sack gekippt wurden. Jeane hat mir erklärt, dass zum Teil auch Geld mit reingesteckt wird. Danach der Teil, war dann wieder sehr ähnlich zu der ersten Hochzeit. Was vielleicht noch interessant ist, dass man am Eingang (sowohl bei der ersten als auch bei der zweiten Hochzeit) Geld in einem Briefumschlag abgegeben hat  und ein kleines Geschenk bekommen hat.

Fazit des Tages: Das Leben ist ein einziges nehmen und kriegen. :P

 

Ke Pasar

Autor: LenaKlaas | Datum: 26 September 2012, 14:37 | Kommentare deaktiviert

Passend zu meinem einmonatigen Jubiläum (ich bin jetzt genau ein Monat weg) bin ich mit einer Bekannten endlich auf den Markt gegangen. Das versuche ich schon seit ich hier in Sorong angekommen bin.

Hier meine Eindrücke: Man muss sich das ganz anders vorstellen als in Deutschland. Alles ist überdacht. Die Gänge zwischen den Ständen sind viel kleiner und man kann keinesfalls nur Essen kaufen. Gefühlt ist max. ein Viertel von den ganzen Ständen Essen. Und man kriegt wirklich alles von Hygieneartikeln über Handtaschen zu Schuhen bis hin zu Büchern. Es gibt sogar eine Schneiderecke. Hier konnte ich die ganzen Batikstoffe betrachten. Man muss dabei vielleicht wissen, dass jede Insel seinen eigenen Batikstyle hat. Obwohl ich ja nicht so der Fan von Batik bin, hab ich einige Stoffe gefunden, die ich ganz gut fand :)

Es war natürlich auch voll, allerdings glaube ich ist es Sonntagnachmittags in Münster auf dem Markt nicht leerer. Was ich immer noch komisch finde ist, dass alle Menschen mir sagen, dass ich hübsch bin und mich anfassen wollen, wahlweise ein Foto mit mir machen. Aufgrund der Nähe die auf dem Markt einfach herrscht, ist das nochmal nen Tacken komischer. Aber daran werde ich mich wohl gewöhnen müssen. Wie gut, dass ich kein Promi bin und mir das nicht überall passiert :)

Ach ja, was ich über Sorong noch erzählen wollte: Ich war schon in ganz vielen Häusern, die Stuck an den Decken hatten. Also finde ich auch hier ein bisschen Münster :)

Fazit des Tages: Es gibt doch nichts über einem Bummel über den Markt. Aber die Temperaturen in MS sind meistens angenehmer.

 

Über lange Hühner und grüne Mandarinen

Autor: LenaKlaas | Datum: 22 September 2012, 02:11 | Kommentare deaktiviert

Hier ein kleines Sammelsurium an Gedanken, die ich in der letzten Zeit so hatte und die ich lohnenswert fand auf zu schreiben:

Zur Überschrift. Die Hühner sehen hier wirklich anders aus. Sie sind viel länger, also höher, und längst nicht so dick, wie die Deutschen. Ob es nur daran liegt, dass die Hühner hier anders gefüttert werden als in Deutschland –mehr Essensreste und Körner- oder ob es sich hierbei auch um eine andere Rasse handelt, weiß ich nicht. Ich bilde mir aber ein, dass vieles damit zu tun hat, dass die Hühner hier nicht so fett gezüchtet werden. Mein Gastvater hat mir gerade erklärt, dass es hier aber auch die kurzen, dicken gibt. Die Langen sind die Dorfhühner.

Ja, die Mandarinen sind grün. Zumindest die, die ich bisher gegessen habe. Als ich die im Laden gekauft habe, dachte ich, ich würde ne neue exotische Frucht austesten… Der Geschmack ist aber etwas anders, leicht bitter. Und ich finde, dass die nicht so gut riechen, wie „unsere“.

Mit dem Umgang mit Müll tu ich mich aber immer noch schwer. Nicht nur, dass er einfach überallhin geworfen wird, sondern auch, dass er verbrannt wird (natürlich auch das Plastik), versteh ich einfach nicht. Was das ganze vielleicht ein bisschen erklärt ist, dass es wohl nur eine Recyclinganlage in ganz Indonesien gibt und zwar in Jakarta. Da wird dann der Müll hingeschifft. Mir gefällt das dezentralisierte System, wie wir es in Deutschland haben, da irgendwie besser.

Ein kurzer Gedanke zum Thema Armut. Ich glaube, dass wir Deutschen viel zu schnell Bilder aus Asien, die wir zum Beispiel im Internet sehen, mit Armut verbinden. Einiges hat vielleicht mit anderen Lebensweisen, Lebenseinstellungen und Maßstäben zu tun. Lasst mich ein Beispiel von mir anführen. Für mich sind Wellblechdächer ein Zeichen von Armut. Allerdings hab ich sowohl reichere als auch ärmere Familien gesehen, die Wellblechdächer hatten. Wenn ich also ein Bild sehe mit ganz vielen Wellblechdächern, muss es keinesfalls heißen, dass die Familien, die dort leben, tendenziell ärmer sind –so, wie ich früher gedacht habe. Mir sind viele Dinge in der letzten Zeit aufgefallen, die nicht in mein Bild passten, das ich von ärmer und reicher hatte. Unter anderem habe ich das Gefühl, dass es hier in Sorong nicht so viel krasse Armut gibt und bisher war ich schon in vielen Familien, die in der Mittelschicht –denke ich- angesiedelt sind. Ich denke, da gibt es noch vieles zu entdecken und es gilt noch mehr Bilder zu revidieren, zu verändern.

Zu meiner Wohnlage. Ich bin nun endlich in einer Familie untergekommen. Sie haben insgesamt drei Kinder, zwei studieren allerdings woanders. Wir verstehen uns sehr gut und die Mutter spricht sogar ein wenig Englisch! Dickes Plus :) Mit dabei ist auch noch Tante Min, die immer super leckeres Essen kocht und den Haushalt schmeißt.

Zu den Menschen. Ich fühle mich unter den Leuten hier sehr wohl. Ich komme schnell ins Gespräch mit Leuten, seien diese auch nur kurz wegen gewisser Sprachbarrieren :), und fühle mich aufgenommen. Natürlich merke ich immer wieder, dass ich jetzt in einer anderen Kultur lebe, die andere Regeln hat. Manche kann ich besser verstehen und akzeptieren als andere, manche finde ich sogar besser. Aber auch hier habe ich noch nicht den Durchblick. Allerdings  glaube ich, dass es trotz der unterschiedlichen Kulturen, immer eine gemeinsame Basis gibt. Auch hier treffe ich immer wieder auf Menschen, die mich an Freunde, Bekannte und Verwandte erinnern. Desweiteren bin ich der festen Überzeugung, dass Kommunikation ohne Gemeinsamkeiten nicht möglich ist!

Fazit des Tages: Bleib aufmerksam!

 

Zwei Geburtstage und ein Hochzeitsfall

Autor: LenaKlaas | Datum: 13 September 2012, 02:15 | Kommentare deaktiviert

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Natürlich soll auch mein Geburtstag hier nicht gänzlich unerwähnt werden. Mein Tag fing schon mal super an, da ich von den Kung Fu Leuten via Telefon geeckt wurde und mir direkt ein Ständchen geträllert wurde J Ansonsten wussten gefühlt alle Bescheid (sogar die Hotellobby) und ich musste nicht, wie in Deutschland befürchtet, meinen Geburtstag allein in einem Kämmerchen verbringen.

Mittags wollten wir dann wie üblich gemeinsam Mittagessen. Aber vorher hieß es mal wieder warten. Hab erst nicht ganz gecheckt warum, aber als ich dann in den Essensraum kam, stand dort ein wunderschöner Kuchen mit fett „Happy Birthday Lena Klaas“ drauf. Daraufhin wurden einige Reden gehalten, auch ich bekam die Ehre, allerdings, Dank Jeane, auf Englisch und ein Gebet besprochen. Kerzen auspusten und singen natürlich all inclusiv sogar auf 3 oder 4 Sprachen. Danach gab es dann lecker Essen. Nur der Kuchen wurde nicht angeschnitten, das hat mich ein wenig verwirrt. Der wurde wieder schön eingepackt und mir mitgegeben. Jedoch direkt nach dem Mittagessen haben Jeane und ich ihn dann doch angeschnitten.

Abends wurde ich dann dazu eigeladen mit auf die Hochzeit von Bapak Ketua Mofus (Superintendent) Nichte zu gehen. Ich fand, dass der Ablauf sehr viele Ähnlichkeiten hatte, mit den deutschen Hochzeiten, die ich kenne. Allerdings war der Kitschfaktor eindeutig größer. Die ganze Halle war sehr bunt und grell geschmückt. Vorne saß das Braut paar mit viel Farbe und glitzer darum herum  und alle Stühle (Plastikstühle J) waren nach vorne ausgerichtet. Ach ja, Tische gab es nicht. Die Braut hatte natürlich auch ein weißes Kleid mit „Diamanten“ und langer Schleppe. Super unpraktisch, also, wenn ich mal heiraten sollte, niemals mit Schleppe!!!

Nach einem „Einmarsch“ wurden dann einige Reden geschwungen, der riesige, weiße mit Babybrautpaar Kuchen angeschnitten und danach vom Büfett gegessen. Auf Sorong Art: Teller nehmen, Essen drauf, irgendwohin setzen, Löffel in die Rechte, Teller auf die Linke und Essen  (wahrscheinlich auch in ganz Indo weitverbreitet). Das komische für mich aber war, dass danach Schluss war. Niemand hat getanzt. Man hat noch nen paar Fotos gemacht und ist dann gefahren.

Anschließend sind Jeane, ne Freundin und ich noch weitergefahren in ein Restaurant, um dort mein und Jongkys (Mann von Jeane) Geburtstag ausklingen zu lassen bei einem leckeren Saft J Karaoke gab es natürlich auch, wie in vielen Restaurants hier. Finde ich auch ein wenig komisch. Manchmal auch etwas nervig. Verstehe eh noch nicht so viel und wenn es dann noch laut ist, ist es noch schwieriger.

Das waren also meine zwei Geburtstage und ein Hochzeitsfall.

Fazit des Tages: Auch mit nem leckeren Saft kann man auf seinen Geburtstag anstoßen.

 

P.S. Singapur

Autor: LenaKlaas | Datum: 09 September 2012, 11:45 | Kommentare deaktiviert

Für mehr Bilder von Singapur empfehle ich Neles Seite :)

 

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